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Küche und Essen

Im Mittelalter war die Küche Mittelpunkt eines jeden Hauses. Sie diente auch als Aufenthaltsraum, in der man gemeinsam den Ofen als Wärmequelle nutzte. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde es zunehmend möglich, auch die anderen Zimmer zu heizen – damit wurde die Küche wieder ein reiner Zweckraum.

Vornehme bürgerliche Haushalte, wie jener der Familie Salzmann, den „Hausherren“ im Salzburger Wachsmuseum, waren auch im 18. Jahrhundert noch sehr großzügig dimensioniert. Schließlich mussten ja die zahlreichen Köche und Hausangestellten hier gleichzeitig arbeiten. Wie es in den Küchen von anno dazumal zuging, demonstriert das Modell einer  Küche und die Wachsfiguren im Salzburger Wachsfigurenkabinett.  

In Sachen Rezepte und Geschmacksexperimente ist die Küche des 18. Jahrhunderts unerreicht. Für die anspruchsvollen Gäste ließen sich die Köche immer neue Kreationen einfallen. Allerdings: die Köche mussten mit dem auskommen, was die Natur zu dieser Zeit bot, denn die langen Transportzeiten ließen es nur bedingt zu, Speisen aus fernen Ländern zu importieren. Hauptnahrungsmittel des 18. Jahrhunderts war zweifelsfrei das Brot – besonders in den unteren Gesellschaftsschichten.