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Mode im 18. Jahrhundert

Der Hausdiener der Familie Salzmann kann es gar nicht fassen! Mit lustigen Sprüchen übt die Wachsfigur Kritik an der Mode von heute, die so gar nicht ins 18. Jahrhundert gepasst hätte. Wenn Sie sehen wollen, was Sie damals getragen hätten: ein Blick in den Zauberspiegel genügt.

Darüber hinaus erfahren Sie an dieser Station im Salzburger Wachsmuseum viel über die Mode im 18. Jahrhundert. Nur der Oberschicht war es damals vorbehalten, schöne Kleidung aus edelsten Stoffen zu tragen. Lernen Sie die Modekreationen aus dem 18. Jahrhunderts näher kennen: die kostbaren Roben der Frauen, die nicht nur von unsagbarem Wert waren, sondern durch ihre eng geschnürten Korsette auch so mancher Frau auf die Gesundheit schlugen.

Die Mode für den Mann bestand aus Lederschuhen mit großen Schnallen und einer Kniebundhose aus Seide. Als Oberbekleidung diente ein Seidenhemd mit Rüschen und dazu Halsschleifen. Über der Weste wurde ein Gilet mit Knöpfen aus Perlmut getragen. Das edelste Stück in der männlichen Mode des 18. Jahrhunderts war der Justaucorps, ein prunkvoll bestickter knielanger Mantel.

Die Damen trugen zartverziertes Schuhwerk, das unter ihren voluminösen Röcken hervorblitze. Ihre bauschige Form erhielten die Röcke durch Unter- und Reifröcke, die mit Wahlfischbeinen verstärkt waren. Als Oberteil unverzichtbar: das Korsett. Mit der im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubenden Schnürung wurde eine enge Wespentaille erzielt und das Dekolletee umso stärker betont. Über Korsett und Unterrock wurde dann erst die edle Robe aus reich bestickten Seidenstoffen getragen. Als Accessoires dienten Zopf- und Haarbeutelperücken aus echtem Haar. Bunte Schleifen, kunstvoll in die Frisuren eingearbeitet, sowie Schmuck waren die Krönung eines jeden Ensembles.